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Komplikationen der Lepra
- Leprareaktionen
- Augenkomplikationen
- Verstümmelungen
Leprareaktionen
Die Leprareaktionen entstehen im Verlaufe des chronischen Leidens akut und sind
Ausdruck einer plötzlichen Veränderung der Immunität.
Charakteristisch für Leprareaktion Typ I:
Auftreten bei BB und BL Lepra, verstärkte zellvermittelte Immunantwort,
Exacerbationen der Hautveränderungen, Ulzerationen und Neuritiden, Auftreten
in den ersten sechs bis zwölf Monaten nach Beginn der Chemotherapie.
Charakteristisch für Leprareaktion Typ II:
Auftreten bei LL Lepra , in dem zweiten Halbjahr nach Beginn der Chemotherapie,
klassisches "lepröses Fieber", Immunkomplexerkrankung, Bild des Erythema
nodosum leprosum mit Hauteffloreszenzen und Befall der Nerven und Organe.
Augenkomplikationen
Die Leprakomplikationen im Bereich der Augen beziehen sich auf:
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Veränderungen, die ohne Einfluß auf das Sehvermögen bleiben z.B. Madarosis
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Veränderungen, die direkt das Augenlicht gefährden z.B. Facialisparese, Iritis, Iris atrophie.
Verstümmelungen
Es sind sekundäre Veränderungen. Sie resultieren
aus der Zerstörung sensibler Fasern, was eine Sensibilitätsstörung zur
Folge hat. Das Tast-, Wärme-, Kältegefühl und die Schmerzempfindung gehen
verloren bis zu kompletter Anästhesie. Die Zerstörung der autonomen Fasern
verursacht eine gehemmte Schweiß- und Talgausscheidung. Infolgedessen
trocknet die Haut aus. Es bilden sich Rhagaden, die für sekundäre Infektionen
einen geeigneten Nährboden darstellen. Schon bei geringen Verletzungen
entstehen Abszesse, Nekrosen, die zum Abfall der nekrotischen Finger oder
Zehen führen. Dieser Prozess dehnt sich durch Übergreifen der Infektion
auf Sehnenscheiden, Gelenke und Knochengewebe weiter aus. Die Patienten
verstümmeln immer mehr und mehr.
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