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Die Histopathologie der Lepraformen
Durch eine Biopsie wird das Gewebe zur histopathologischen
Untersuchung gewonnen. Die Veränderungen sind bei Leprakranken vorwiegend
im Hautgewebe und im Gewebe der peripheren Nerven zu finden.
Die Art der Veränderungen erlaubt die Form der Lepra zu klassifizieren.
- Indeterminierte Form der Lepra:
diffuse histiozytäre Infiltrationen, mäßige
lymphozytäre Infiltrationen
- Tuberkuloide Form der Lepra:
Granulombildungen, die aus epitheloiden Zellen
(Histiocyten), Lymphocyten und Langhans-Riesenzellen bestehen.
- Lepromatöse Form der Lepra:
Anhäufung von Makrophagen, die zahlreiche
Leprabakterien beinhalten
- Borderline Form der Lepra:
Merkmale sowohl der tuberkuloiden als auch der
lepromatösen Form der Lepra nachweisbar.
Die histopathologische Diagnostik, die noch in den letzten Jahrzehnten
obligat war, hat an Bedeutung in der Gegenwart verloren.
Sie wird nur noch in schwierigen Fällen zur Differential-Diagnostik
angewandt.
In Russland und in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion wurden
Biopsien grundsätzlich vor der Einleitung der spezifischen Behandlung als auch nach Abschluss
der Behandlung entnommen. Auch heute noch ist die histopathologische Untersuchung in
diesen Ländern von großer Bedeutung.
Wieweit sich diese Form der Diagnostik in absehbarer Zukunft verändern
wird, bleibt abzuwarten.
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