Lepra- u. Tuberkulosehilfe Dinslaken  
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Togo


Das Krankenhaus in Lome

Bewusst buchte ich 1980 meinen Urlaub in einem Land, in dem die Lepra vorkommt, in Togo.

Eingehende Vorbereitungen zu meiner nächsten Begegnung mit Leprakranken ermöglichte mir das Deutsche Aussätzigen Hilfswerk (DAHW).

Ich erhielt Informationen über die Krankheit und über die Menschen, die unter den Symptomen der Krankheit leiden.

Gleich am ersten Tag nach der Ankunft in Togo besuchte ich in Lome, der Hauptstadt Togo`s, das Krankenhaus.

Ein österreichischer Arzt, der dort schon jahrelang tätig war, und der unter anderem auch Leprakranke betreute, gab mir praktische Anweisungen bezüglich der Klinik und Diagnostik der Lepra. Er machte mich vertraut mit der Durchführung des Smear-Testes bei Leprakranken, der den Nachweis des Erregers der Lepra ermöglicht.

Während meines dortigen Praktikums erlebte ich auch die Geburt eines Kindes, dessen Mutter eine bakterienreiche Form der Lepra hatte. Die gesamte Haut ihres Körpers, einschließlich ihres Gesichtes, war mit Lepromen übersät.

Es stellte sich mir sofort die Frage, ob Lepra womöglich doch eine vererbbare Krankheit sei.

Diese Frage beschäftigte die Leprologen in der Vergangenheit. Ein konkretes, "Nein" gab Armauer Hansen, der Entdecker des Leprabakteriums (1873). Dennoch wurden damals unter der Ärzteschaft leise Zweifel geäußert.

Mit innerer Spannung wartete ich auf das sich schon ankündigende Kind. Inzwischen wurde es im Kreissaal enger und enger, da auch die Krankenhausärzte und die Krankenschwestern mit Neugier auf das Kind warteten. Es schien für uns alle kaum möglich, dass eine mit Lepra komplett durchseuchte Frau ein gesundes Kind zur Welt bringen könnte. Dennoch geschah etwas, was gegen unser ärztliches Denken verstieß.

Das neugeborene Kind hatte eine normale Haut, ohne jegliche krankhaften Veränderungen.


   
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