Togo
Die Reihenuntersuchungen
Während meines Aufenthaltes in Togo wurden vom Deutschen Aussätzigen Hilfswerk (DAHW)
Reihenuntersuchungen durchgeführt.
Mein Mann und ich hatten uns mittlerweile an das DAHW Team angeschlossen.
Wir fuhren mit einem Jeep von früh bis in die Nachmittagsstunden von Dorf zu Dorf.
Die Bewohner der ausgesuchten Ortschaften waren bereits über den
Untersuchungstermin unterrichtet.
Es war ein großes Ereignis in jedem Dorf. Alle Menschen, Erwachsene und Kinder,
strömten zu uns und schauten neugierig zu. Wir suchten uns einen Platz im Schatten,
meist unter einem großen Baum. Manchmal stellte man uns auch einen Raum für die
Untersuchungen zur Verfügung. Jeder Dorfbewohner wurde untersucht und das
Untersuchungsergebnis in Karteikarten eingetragen.
Ziel dieser Untersuchungen war, neue Leprafälle möglichst im Frühstadium
der Krankheit zu finden, die Patienten zu behandeln und so die grausamen
Spätfolgen der Lepra zu verhindern. Besonders sorgfältig wurden die schon vorher
erfassten Leprakranken untersucht, ihre Wunden versorgt, die medikamentöse Therapie
kontrolliert und die notwendigen Tabletten für den Zeitraum bis zu der nächsten
Untersuchung ausgehändigt.
Die Afrikaner waren immer sehr freundlich und uns dankbar für die Hilfe,
die wir ihnen geben konnten.
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